Verhaltenstherapie
leitfrage
9.1.1 Diagnostik
Ziel- und Werteanalyse, mögliche Funktion von Symptomen, Zusammenhang zwischen Symptomen und unerfüllten Grundbedürfnissen
9.1.2 Gesprächsführung und Psychoedukation
Beziehungsgestaltung in der Verhaltenstherapie, Ressourcenorientierung, Herausarbeiten von Stärken und Verhaltensaktiva
Psychoedukation: Symptomatik und Verlauf einer Störung, Erklärung- und Störungswissen, evidenzbasierte Behandlungsempfehlungen
9.1.3 Entspannungsverfahren
Ruhebild, Tresorübung, sicherer Ort, Phantasiereisen
Grundprinzip und Anwendungsbereiche der Progressiven Muskelrelaxation, des Autogenen Trainings
9.1.4 Expositions- und Bewältigungsverfahren
systematischen Desensibilisierung, Exposition/ Konfrontation in sensu bzw. in vivo, Hierarchisierung, graduierte bzw. massierte Exposition/Konfrontation, Löschung, Bedeutung der Vorbereitung
Reaktionsverhinderung, Angstbewältigung/ Bewältigungsstrategien, Selbstkontrolle bei der Exposition
Wirkmechanismen und Erklärungsmodelle der Exposition
paradoxe Interventionen, Angstbewältigung, Diskriminationstraining, Stimuluskontrolle
Stabilisierung von Verhalten, Selbstkontrolle Kontingenzmanagement
9.1.5 Aktivierung, euthyme Methoden
Grundprinzip und Anwendungsbereiche des Aktivitätsaufbaus bzw. der Alltagsstrukturierung, der Tages- und Wochenplanung; Stellenwert von Genusstraining, Bedeutung der Selbstfürsorge, Grundprinzip und Anwendungsbereiche des Sensualitätstrainings
9.1.6 Verhaltensübungen, Rollenspiele, Modelllernen
Grundprinzip und Anwendungsbereiche des Selbstsicherheitstrainings, des partnerschaftlichen, familiären bzw. sozialen Kommunikationstrainings, Beispiele des Trainings sozialer Kompetenz, Bedeutung und Durchführung von Rollenspielen bzw. Probehandlungen, Rollenspieltechniken, kognitive und imaginative Vorbereitung, Training von Problemlöseverhalten
Bedeutung von Gruppentherapie bei Verhaltensübungen
9.1.7 Kognitive Methoden
verdeckte Verfahren (verdecktes Gegenkonditionieren, verdeckte Sensibilisierung), kognitive Umstrukturierung, Kognitive Therapie, Rational emotive Therapie, innerer Monolog, Problemlösetraining, metakognitive Methoden
9.1.8 Operante Verfahren
Methoden zum Verhaltensaufbau und Verhaltensabbau, Bedeutung der Verhaltenskonsequenzen für Aufbau, Abbau und Stabilisierung von Verhalten
Verstärkung, Bestrafung, Löschung; Kontingenzmanagement (Premack-Prinzip), Verstärkung inkompatibler Verhaltensweisen, Münzverstärkung, Verstärkerentzug, Verhaltensverträge, Verhaltensformung, Verhaltensverkettung, Aus- und Einblenden von Verstärkern und Hilfestellungen, Selbstverstärkung, Selbstkontrolle, Stimuluskontrolle
Mediatorentraining, Realitätsorientierung in der Geriatrie, Strategien zur Stabilisierung von Verhalten
9.1.9 Apparative Verfahren
technische Voraussetzungen und Vorgehen bei Biofeedback, Ablauf einer typischen Biofeedbackbehandlung
Indikations- und Anwendungsbereiche von Biofeedback
apparative Enuresistherapie
9.1.10 Gruppentherapie, Trainingsprogramme
Instrumentelle Gruppenbedingungen, Gestaltung von Gruppentherapie in der Verhaltenstherapie
störungsspezifische Gruppen, methodenspezifische und interaktionelle Gruppen, Problemlösegruppen, zieloffene Gruppen, Psychoedukation
Trainingsprogramme zum Auf- oder Abbau komplexer Verhaltensmuster (z. B. für aufmerksamkeitsgestörte Kinder)
9.1.11 Erweiterungen und Neuentwicklungen
- Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT)
- Mindfulness Based Cognitive Therapy (MBCT),
- Metakognitive Therapie (MT),
- Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT),
- Schematherapie;
- s. a. 9.5.2 Interpersonelle Psychotherapie
9.1.12 Wirkfaktoren
Wirkfaktoren der Verhaltenstherapie (s. a. 1.1.2)